Praxis für Neurologie

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Parkinsonsche Erkrankung und Bewegungsstörungen

Sowohl bei Erwachsenen wie auch bei Kindern erfolgt die phänomenologische Einteilung der Bewegungsstörungen in Tics, Korea, Dystonie, Tremor, Myoklonus, akinetisch-rigide Syndrome und Sterotypien. Ätiologisch lassen sich diese Bewegungsstörungen in primäre (ideopathische) sowie sekundäre, symptomatische auf dem Boden von erworbenen Hirnläsionen abgrenzen.

Angesichts des Verlaufes hat sich die Einteilung in transiente, chronische und paroxysmale Bewegungsstörungen etabliert. Die Bewertung der beobachteten Bewegungsstörung bei den Kindern beinhaltet wichtige Informationen bezüglich der Schwangerschaft, der Geburtsdaten und der psychomotorischen Entwicklung des Kindes.

Bei Kindern treten im Rahmen der transienten Bewegungsstörungen am häufigsten das Neugeborenenzittern, Spasmus nutans wie auch benigne-transiente idiopathische Dystonien auf.

Im späten Erwachsenenalter werden wir in der Neurologie neben dem Tremor auch häufig mit Parkinsonsyndromen konfrontiert. Das idiopathische Parkinsonsyndrom ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung nach der Alzheimer Krankheit.

Die klassische Triaserkrankung umfasst Akinese, Rigor und Ruhetremor. Idiopathisches Parkinsonsyndrom ist eine chronisch-progrediente Erkrankung. Die Betroffenen haben ein deutlich erhöhtes Risiko im Verlauf dieser Krankheit eine Pflegebedürftigkeit zu entwickeln.

Differenzialdiagnostisch bei sämtlichen Bewegungsstörungen sollten stets die psychogenen oder funktionellen Störungen in Betracht gezogen werden. Ca. 4% aller stationär behandelten neurologischen Patienten leiden unter psychogenen Bewegungsstörungen.