Praxis für Neurologie

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Epilepsie bei Kindern und Erwachsenen sowie nicht-epileptische Anfälle

Epilepsie ist die häufigste aller schwerwiegenden neurologischen Erkrankungen. Die Wahrscheinlichkeit, irgendwann im Laufe des Lebens eine Epilepsie zu bekommen liegt bei 2 - 5% (Sander 1993).

Die Betroffenen mit Epilepsie lassen sich nach dem Erfolg der Behandlung in zwei unterschiedliche Hauptgruppen einteilen.

70 - 80 % dieser Patienten werden innerhalb eines Jahres bei der Behandlung mit dem ersten Medikament anfallsfrei.

Für die 20 - 30 % der Betroffenen sieht die Zukunft jedoch ganz anders aus. Sie behalten trotz jahrzehntelanger Behandlung mit mehreren Medikamenten ihre Anfälle, leiden unter Nebenwirkungen und benötigen besonderes diagnostisches wie auch therapeutisches Vorgehen.

Epilepsien werden international nach Ätiologie, Pathogenese und Anfallsursprung klassifiziert. Eine exakte Diagnose des jeweiligen Epilepsiesyndroms ist notwendig zur gezielten medikamentösen und chirurgischen Behandlung. Die epileptischen Anfälle können häufig an Hand einiger Hauptsymptome meist durch Befragung des Patienten sowie durch Beschreibung der Anfälle durch Beobachter diagnostiziert werden.

Die Behandlung der Epilepsie gehört immer in die Hände eines erfahrenen Neurologen. Als wichtiges diagnostisches Instrument ist bei der Epilepsie die EEG Untersuchung.

Eine diagnostische Herausforderung ist sogar für einen erfahrenen Neurologen die Differenzierung zwischen einem epileptischen Anfall und einer Synkope. Bei ca. 10% der Patienten werden epileptische mit nicht-epileptischen Anfällen verwechselt.