Praxis für Neurologie

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Demenz, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen

Demenz ist ein klinischer Zustand, der durch die Einschränkung unterschiedlicher kognitiver Bereiche charakterisiert ist. Danach sind die Schlüsselkriterien Gedächtnisstörungen sowie mindestens eine der folgenden Beeinträchtigungen: Aphasie (Sprachverschlechterung), Apraxie (Verschlechterung der motorischen Fähigkeiten), Agnosie (Wahrnehmungsverschlechterung). Die kognitive Beeinträchtigung muss so schwer sein, dass soziale und berufliche Funktionen beeinträchtigt sind, es muss sich um eine Verschlechterung im Vergleich zu einem früheren Funktionsniveau handeln.

An die 80 unterschiedlichen Krankheiten, die zur Demenz führen können sind bekannt. Der Morbus Alzheimer ist die häufigste neurodegenerative Krankheit, die zur Demenz führt.

Die Prävalenz (Anteil der Kranken an der Bevölkerung) der Demenzen lässt sich dank zahlreicher Feldstudien mit hoher Zuverlässigkeit schätzen. In den Industrieländern leiden zwischen 6 und 9 % der über 65 – Jährigen an einer Demenz. Klar erkennbare Unterschiede in der Krankheitshäufigkeit scheint es zwischen den entwickelten Ländern nicht zu geben. In Österreich litten im Jahr 2000 etwa 91000 Personen unter dementiellen Erkrankungen. Nach Schätzungen soll die Zahl bis zum Jahr 2050 auf 240000 Personen ansteigen. In der europäischen Union wird die Zahl der demenzkranken derzeit auf rund 6 Mio. geschätzt, weltweit geht man von etwa 25 Mio. Erkrankten aus. Bei der heutigen Lebenserwartung erkrankt fast jeder fünfte Mann und jede dritte Frau, die ein Lebensalter von über 65 erreicht, im letzten Lebensabschnitt an einer Demenz.

Therapien:
Es werden aktuelle zahlreiche Strategien verfolgt Medikamente zu entwickeln, die in die pathophysiologische Kaskade der Alzheimer Krankheit eingreifen und den Verlauf modifizieren. Beispiele dieser Strategien sind die Immunisierung, die Hemmung von Sekretasen und Kinasen, wie auch antiinflammatorische Ansätze. Es wird vermutet, dass der Therapiebeginn beim Vorliegen einer manifesten Demenz eventuell zu spät ist um den Krankheitsverlauf noch zu beeinflussen. Daher empfehlen Kriterien schnelle und effiziente Diagnostik der Krankheit vor dem Stadium der Demenz. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig Patienten aus den Risikogruppen so schnell wie möglich und so präzise wie erforderlich zu untersuchen.