Praxis für Neurologie

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Multiple Sklerose

Die Multiple Sklerose (MS) ist mit einer Prävalenz von 1:1000 die häufigste neuroimmunologische Erkrankung insbesondere der jungen Patienten, wobei Frauen ca. 3 mal so häufig betroffen sind wie Männer.

Diese Erkrankung verläuft in der Regel schubförmig und progredient. Es handelt sich dabei um multilokuläre entzündliche Infiltrate im Bereich des Gehirns und Rückenmarks mit nachfolgender Demyelisierung.

Die Behandlung der MS umfasst die sogenannte Akuttherapie mit hochdosierten Kortisonpräparaten wie auch Prophylaxe mit bekannten Immunmodulatoren (Interferone oder Glatirameracetat), monoklonalen Antikörpern (z.B. Natalisumab oder Alemtusumab).

Seit kurzem stehen mit Finolimod und Kladribin erstmals orale Substanzen der schubförmigen MS zur Verfügung. Beide Substanzen führen über unterschiedliche Mechanismen zur Lymphozytopenie.

Die Lebensqualität spielt bei MS eine zunehmende Rolle. Eine große Bedeutung für die Lebensqualität haben Depression und Fatique, die andere MS Symptome, insbesondere kognitive Einbußen verstärken können. Etwa 50% der MS Betroffenen entwickeln im Krankheitsverlauf eine klinisch signifikante Depression. Zudem tritt bei 50 - 70% der MS Betroffenen eine sexuelle Störung auf. Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig die MS komplex zu bewerten und auch dementsprechend zu behandeln.