Praxis für Neurologie

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Periphere Nervenschädigungen

Zu den häufigsten Erkrankungen der peripheren Nerven gehört die Gruppe der Polyneuropathie, die Engpasssyndrome der peripheren Nerven, traumatische Schädigungen der peripheren Nerven wie auch entzündliche Prozesse. Diese Gruppe der Erkrankungen stellt eine große Herausforderung für den Neurologen und seine elektrophysiologische Kenntnisse dar.

Das Karpaltunnelsyndrom ist dabei das häufigste Engpasssyndrom eines peripheren Nerven. Die Prävalenz wird zwischen 3 - 18 % angegeben. Dies unterstreicht die zum einem sozioökonomische Bedeutung dieses Syndroms, zum anderen die entscheidende Bedeutung der durchgeführten Untersuchungstechnik für die Diagnosesicherung. Führende Symptomatik eines CTS sind die typischen nächtlichen Schmerzen und Parästhesien, die auch tagsüber vorwiegend bei Tätigkeiten auftreten, die mit einer längeren Haltefunktion der Hand verbunden sind. Wesentliche diagnostische Zusatzuntersuchung ist die sensible und motorische Neurographie des Nervus medianus im Bereich der Karpaltunnels. Der immer häufiger verwendeter Einsatz von hochauflösenden Ultraschalltechniken oder der MRT im Bereich des Karpaltunnels kann grundsätzlich diagnostisch hilfreich sein, hat jedoch bislang die Elektroneurographie nicht ersetzen können.

Zu anderen häufig auftretenden Engpasssyndromen der peripheren Nerven gehört die Kompression des Nervus ulnaris im Ellbogenbereich, die Kompression des Ramus prufundus der N. ulnaris am Unterarm und die Kompression der N. peroneus im Fibulaköpfchenbereich. Bei allen diesen Krankheitsbildern steht die elektrophysiologische Diagnostik im Vordergrund.

Die andere Gruppe der peripheren Nervenschädigungen ist den Polyneuropathie zu überlassen, wobei hier die diabetisch-bedingt Polyneuropathie mit typischen Parästhesien, Schmerzen, Gefühlsstörungen und nicht selten trophischen Veränderungen im Vordergrund steht.